Wer früher an die Anreise von Profi-Fußballern zu Länderspielen oder großen Turnieren dachte, hatte meist dasselbe Bild vor Augen: Sportbekleidung, Sponsoren-Rucksäcke und Funktionsgepäck. Doch diese Zeiten sind endgültig vorbei.
Der Ankunftsbereich bei Nationalmannschafts-Treffen hat sich schleichend, aber bestimmt zum inoffiziellen Laufsteg – dem sogenannten „Tunnel Walk“ – gewandelt. Und eine Sache fällt dabei sofort ins Auge: Die Herren begnügen sich nicht mehr mit schlichten Kulturbeuteln. Stattdessen tragen die internationalen Fußball-Stars begehrte It-Bags, feminine Klassiker und astronomisch teure Sammlerstücke spazieren.
1. Der Hermès-Hype: Birkin Bags bei den Herren
Jahrelang galt die Hermès Birkin Bag als die ultimative Wunschtasche der Damenwelt. Wer eine haben wollte, brauchte Geduld, Kauferfahrung und vor allem das nötige Kleingeld.
Inzwischen haben die Fußball-Profis das Potenzial der Kulttasche für sich entdeckt – allen voran Erling Haaland. Seine imposante Taschensammlung wird auf über eine Million Dollar geschätzt, und ganz oben auf seiner Liste stehen die riesigen Hermès Birkin 50 bzw. die HAC (Haut à Courroies). Auch DFB-Star Jonathan Tah stahl bei einer Anreise mit seiner tiefschwarzen Birkin XXL allen die Show. (Schaut euch bitte unten in der Liste die Wahnsinnspreise für solche Taschen an! Profifußballer können sich das natürlich leisten. Gute Nachricht ist natürlich: Wenn man solche Taschen schont, sind sie eine bleibende Geldanlage.)
Warum der Trend boomt: Die Birkin ist längst kein reines Damenaccessoire mehr. In den Oversized-Größen 50 oder 55 wirkt die Tasche extrem stilvoll, maskulin und vermittelt ultimatives Statussymbol-Feeling.
2. Gender-Fluidity: Die Rückkehr der Louis Vuitton „Neverfull“
Ein echtes Fashion-Statement setzte Florian Wirtz: Er stieg bei einem DFB-Treffen vollkommen entspannt mit einer blau gemusterten Louis Vuitton Neverfull aus dem Wagen.
Die Neverfull war jahrelang der Inbegriff der Everyday-Tote-Bag für Frauen. Dass Profi-Fußballer sie nun als stylische Reisetasche tragen, zeigt, wie fließend die Grenzen in der High-Fashion geworden sind.
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Der Look: Lässig über der Schulter oder am Unterarm getragen.
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Das Signal: Gute Klassiker haben kein Geschlecht – sie müssen schlichtweg funktional und schön sein.
3. Pharrells Louis Vuitton „Speedy“: Jude Bellinghams Bestseller
Seit Pharrell Williams das Ruder bei der LV-Männermode übernommen hat, dreht sich alles um die Neuinterpretation der ikonenhaften Speedy Bag. Statt des starren Monogram-Canvas setzt Pharrell auf ultra-weiches, farbenfrohes Kalbsleder in Knallfarben wie Gelb, Grün oder Rot.
Markenbotschafter und Real-Madrid-Superstar Jude Bellingham transportiert diesen Trend perfekt: Seine LV-Speedy-Modelle verleihen jedem schlichten Trainingsoutfit sofort den begehrten High-Fashion-Touch.
4. Goyard: Der neue Stern für die Gen Z
Während erfahrene Spieler gern auf die etablierten Modehäuser setzen, greift die jüngere Generation immer häufiger zu einer Traditionsmarke, die bisher eher Kennern vorbehalten war: Goyard.
Ob die klassische Goyard Saint Louis Tote oder edle Rucksäcke mit dem unverwechselbaren Handdruck-Muster – Marken wie Goyard lösen das klassische LV-Monogramm bei Nachwuchsstars zunehmend ab. Wer Goyard trägt, signalisiert: „Ich kenne mich in der Modewelt aus und brauche keine riesigen Logos, um aufzufallen.“
Die Handtasche als neues Statussymbol für die Herrenwelt
Ob im oversized Hermès-Format, als bunte Pharrell-Speedy oder als umfunktionierte Unisex-Tote: Die Profis beweisen Mut zum Styling und zeigen, dass die Faszination für exklusive Lederwaren längst keine reine Frauen-Domäne mehr ist.

